Apps für 2in1-Geräte optimieren und Benutzern ein besseres Gesamterlebnis bieten

Ein vor kurzem bei Ars Technica veröffentlichter Testbericht über das Lenovo Yoga 2 Pro rühmte vordergründig die unglaublich hohe Auflösung dieses 2in1-Geräts, schien aber letztendlich den Schwerpunkt eher auf etwas anderes als die Pixel zu setzen:

„Das Gerät hat jetzt atemberaubende 3200x1800 Pixel, die auf denselben 13,3 Zoll untergebracht sind wie beim Originalmodell. In Verbindung mit einem etwas weniger klobigen Format und etwas besseren technischen Daten könnte es sich im Bereich der 1000-Dollar-Mobilgeräte zum ultimativen Wunschprodukt entwickeln. 
Nach umfangreichen Tests des Yoga 2 Pro steht fest, dass seine Größe und sein Bildschirm diesem Status durchaus gerecht werden. Aber trotz all seiner besten Qualitäten (haben wir schon die gewaltige Pixelanzahl erwähnt?) ist sein größter Nachteil das Betriebssystem, an das es gebunden ist.“ 
Nun, wo liegt hier das Problem? Offensichtlich sind einige Apps für unterschiedliche Modi und/oder Formfaktoren nicht optimiert: 
„Die neue Kacheloberfläche, die man in der Startmenühälfte des Betriebssystems findet, funktioniert in jeder Auflösung wunderbar. Und jedes Element – sowie jede kompatible App – ist so eingestellt, dass die Darstellung entsprechend der Größe des Bildschirms (und nicht der Anzahl der verfügbaren Pixel) erfolgt. Durch Antippen navigiert man mühelos durch Apps, wie den Standard-Mail-Client, Skype, Evernote Touch und viele mehr. 

Aber die nützlichsten Windows-8-Anwendungen, nämlich Web-Browsing und Bürosoftware, sind immer noch an den Desktop gebunden. Das wäre nicht einmal so schlimm, wenn die Anwendungen den verfügbaren Platz intelligent als vierfach verpixelten 1600x900-Bildschirm nutzen würden, wie es bei der Retina-Linie der MacBooks der Fall ist.“

Dies ist ein eindringlicher Aufruf an alle Entwickler! Jeder, der in der Lage ist, seine Anwendungen für diese neuen Verwandlungskünstler zu optimieren, so dass sie in jedem vom Benutzer verwendeten Modus optimal dargestellt werden, wird definitiv an vorderster Front mitspielen, wenn die Entwicklung in Richtung dieser vielseitigeren Geräte entschiedener vorangeht.

Eine Entwicklerschmiede, die dies bereits berücksichtigt, ist Ideum. Ihre Software GestureWorks Gameplay wurde vor kurzem in einem Praxisbeispiel vorgestellt. Sie zeigt, wie man Apps mehr Touch-Funktionalität verleihen kann. Gameplay ist ein anpassbares Touch-Overlay, mit dem sich Desktop-Games, die nicht Touch-fähig sind, erweitern lassen. Der Spielentwickler muss hierfür keinerlei Code-Änderungen implementieren. Gameplay kann zudem den 2in1-Status wahrnehmen, was bedeutet, dass Anwendungen in der Lage sind, ihren Modus beim Wechsel der 2in1-Plattform vom Standard- in den Tabletmodus umzuschalten. In diesem Fall kam das Touch-Overlay nur zum Einsatz, wenn das 2in1-Gerät im Tabletmodus verwendet wurde. Weitere Informationen finden Sie auf der Ideum-Website:

„GestureWorks Gameplay eröffnet eine bahnbrechende neue Interaktionsmöglichkeit mit beliebten PC-Spielen. Spieler können mit der Gameplay-Software für Windows 8 eigene virtuelle Touch-Controller erstellen, die quasi über die bestehenden PC-Spiele gelegt werden. Darüber hinaus können sie für die Interaktion mit dem Bildschirm hunderte personalisierter Gesten verwenden.“ – „GestureWorks Gameplay heute in San Francisco vorgestellt“ (in Englisch), Ideum-Blog

Im Unterschied zu herkömmlichen Game-Controllern lassen sich virtuelle Controller vollständig anpassen und sogar an Freunde weitergeben. Gameplay funktioniert unter Windows auf Ultrabooks™, 2in1-Geräten, All-in-One-PCs und sogar Multitouch-Tablets und großen Touchscreens. Dieses kurze Video zeigt, wie die Software funktioniert:

GestureWorks Gameplay: virtuelle Controller erstellen

„Der virtuelle Controller ist real! Gameplay erweitert hunderte PC-Spiele, die nicht Touch-fähig sind, so dass sie sich auf einer völlig neuen Generation von Mobilgeräten spielen lassen, “ erläuterte Jim Spadaccini, CEO von Ideum, dem Macher von GestureWorks Gameplay. „Die virtuellen Controller von Gameplay haben ihrer Entsprechung in der realen Welt einiges voraus, da sie sich anpassen und bearbeiten lassen. Wir sind schon gespannt, was Gaming-Fans mit Gameplay machen werden.“

Wie sieht es mit der 2in1-Unterstützung aus? Auch daran wurde gedacht:

„Die Entscheidung, dass der auf einigen neuen Ultrabooks verfügbare 2in1-Wechsel (vom Standard- zum Tabletmodus) berücksichtigt werden sollte, fiel bereits im Anfangsstadium der Gameplay-Entwicklung. Wir hatten die Vision, uns wie gewöhnlich ins Spiel einzuhaken, aber die Überlagerung nicht anzuzeigen, falls es im Standardmodus gestartet wurde. Sollte das Gerät während des Spiels in den Tabletmodus verändert werden, würde der virtuelle Gameplay-Controller sofort erscheinen und eine ausschließlich Touch-basierte Spielbedienung ermöglichen. Diese Funktionalität kann man sich auf jedem virtuellen Controller, der auf einem Ultrabook mit 2in1-Unterstützung läuft, in Aktion anschauen. Man muss nur im Bearbeitungsmodus des virtuellen Controllers die Unterstützung für den 2in1-Moduswechsel aktivieren. Dies lässt sich in den Einstellungen im Experimentalbereich bewerkstelligen.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine weitere App, die diese Zweiteilung meistert, ist Krita Gemini. Diese „Verbindung aus Krita Sketch und Krita Desktop…. wechselt automatisch und nahtlos zwischen der mit voller Funktionalität ausgestatteten Desktop/Notebook-Oberfläche und der für Tablets optimierten Sketch-Oberfläche“, wobei die Schwerpunkte auf der 2in1-Erkennung, der Verwendung eines Eingabestifts und Optimierungen für Intel® AVX2-Optimierung und VTune™ liegen.

Intel unterstützte die Entwicklung von Krita Gemini insbesondere in Hinblick auf die neue Generation der mit Intel® Prozessoren ausgestatteten 2in1-Geräte, die zwischen dem Desktop- und dem Touchmodus wechseln können. Während der Entwicklungsphase dieser Technik äußerte sich Intel folgendermaßen: „Krita Gemini ist ein brillantes Beispiel, wie Entwickler die Vorteile eines Convertible-Geräts nutzen sollten, indem sie sowohl den Tablet- wie auch den Desktopmodus verwenden. Der Wechsel zwischen den beiden Modi klappt reibungslos.“ Das folgende kurze Video veranschaulicht die Funktionsweise von Krita Gemini:

Eine aktuelle Projektstudie zu Krita Gemini erklärt unterschiedliche Szenarien und Formfaktoren, die Entwickler berücksichtigen sollten, wenn sie ihre Anwendungen ändern wollen, so dass sie mit 2in1-Geräten kompatibel sind und ihre Vorteile nutzen. Zum Beispiel:

Da es mehrere Möglichkeiten gibt, um ein 2in1-Gerät von einem Notebook in ein Tablet zu verwandeln, sollte das Software-Design ebenfalls unterschiedliche Aspekte berücksichtigen, um auf diesen Wandel zu reagieren. In einigen Fällen kann es wünschenswert sein, die Oberfläche möglichst nahe am Notebookmodus auszurichten; in anderen Fällen sind möglicherweise erhebliche Änderungen der Oberfläche notwendig. So unterstützte Intel zum Beispiel die KO GmbH dabei, die Funktionalität der Krita-Touch-Anwendung mit dem beliebten quelloffenen Krita-Mal-Programm (Notebookanwendung) in der neuen Krita-Gemini-Anwendung zu vereinen. Das Krita-Projekt ist eine aktive Entwicklungscommunity, die neue Ideen begrüßt und hochwertigen Support bereitstellt. Das Team fügte die Mechanismen hinzu, die für einen nahtlosen Übergang vom Notebookmodus (Maus und Tastatur) zur Touch-Oberfläche des Tabletmodus erforderlich waren.

Detailliertere Informationen zur Anpassung von Anwendungen für 2in1-Geräte finden Sie in den folgenden Praxisbeispielen, Tutorials und Artikeln:

Touch-Entwicklerleitfaden für ultramobile Geräte (in Englisch): Dieser Leitfaden enthält Informationen zu den APIs, die Anwendungsentwickler verwenden müssen, wenn sie Apps für ultramobile Geräte (PCs, Ultrabooks™, 2in1-Geräte, Tablets) und anpassungsfähige All-in-One-PCs entwickeln, die einen Touchscreen haben und auf unterschiedliche Nutzungsmodelle ausgerichtet sind, etwa einen Monitor oder ein auf mehrere Benutzer ausgelegtes Tablet, das sich mühelos zu gemeinsam genutzten Orten tragen lässt.

All-in-One-PC: Welche Möglichkeiten haben Entwickler? (in Englisch): All-in-One-PCs sind insofern einzigartig, als sie die volle Funktionalität eines Desktop-PCs bieten, aber auch mittels Touchscreen (zusätzlich zu Tastatur und Maus) Multimedia-Funktionseigenschaften bereitstellen. Ein All-in-One-PC ist ein leistungsstarker Computer, der aus dem Standby im Nu startklar und stets mit dem Internet verbunden ist.

 

Windows*-8-Store- vs. Desktop-App-Entwicklung (in Englisch): Die Entwicklung von Apps für Geräte mit Windows 8 und Intel® Prozessor bieten eine einzigartige Gelegenheit und die Entscheidungsmöglichkeit, welche Art von Windows-8-App Sie entwickeln wollen. Der folgende Artikel – und die darin enthaltenen Verweise auf Ressourcen – unterstützt Sie bei der Entscheidung, welche Art von App-Entwicklung für Sie geeignet ist.

 

Intel® Developer Zone: Von Tutorials über Foren und Praxisbeispiele bis hin zu Codebeispielen – als Software-Entwickler finden Sie hier mit Sicherheit nützliche Ressourcen, die Ihre Anforderungen erfüllen.

 

Intel® Graphics Performance Analyzers: Die Intel® Graphics Performance Analyzers 2014 (Intel® GPA), eine Suite von Analyse- und Optimierungstools für Grafiken, helfen Spieleentwicklern dabei, die Geschwindigkeit ihrer Spiele und anderer grafikintensiver Anwendungen zu verbessern.

 

Die Entwicklung energieeffizienter Apps für Ultrabook™ Systeme (in Englisch): Energieeffiziente Leistung ist sowohl eine Schlüsselkomponenten von Ultrabooks™ wie auch von Mobilgeräten im Allgemeinen. Während die neue Generation von Ultrabooks mit integrierten Hardware-Funktionen für mehr Leistungsvermögen sorgt, wird die Energieeffizienz nicht nur von der Hardware bestimmt. Wenn es darum geht, Ultrabooks mit maximaler Energieeffizienz herzustellen, spielt Software eine entscheidende Rolle. In diesem Abschnitt finden Sie Ressourcen, die Sie beim Design und der Entwicklung „grüner“ Software unterstützen.

 

Windows* 8.1 Preview – Was ist neu für Entwickler (in Englisch): Windows 8.1 Preview ist verfügbar… und die neuen Funktionen werden bereits umfangreich getestet. Als Aktualisierung einer Hauptversion bringt 8.1 keine große Veränderung in Hinblick darauf, wie Entwickler ihre Anwendungen schreiben; allerdings kommt die Version mit mehr Funktionalität und kleinen Zusätzen für die API-Funktionen. Alle Änderungen werden zwar von Microsoft auf MSDN (hier und hier) gut erläutert, aber wir werden einige interessante Neuerungen und Änderungen, die unsere Interesse geweckt haben, genauer beleuchten.

 

Einzelheiten zur Compiler-Optimierung finden Sie in unserem Optimierungshinweis.